Donnerstag, 19. Mai
Vormittag
09.00 Uhr
Begrüßung
9.15 Uhr

By Design or by Desaster?!

Trends & Treiber zukünftiger Entwicklungen einer nachhaltigen Kultur

Stephan Rammler ist ein profunder Experte und lebendiger Erzähler. Er verfügt über einen beeindruckenden Überblick zu brennenden Fragen und erkennbaren Trends, wie sich die Rahmenbedingungen nachhaltigen Lebens und Arbeitens entwickeln werden. Stephan Rammler studierte Politikwissenschaften sowie Ökonomie. Seit 2002 ist er Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Mobilitäts- und Zukunftsforschung, Verkehrs-, Energie- und Innovationspolitik sowie Fragen zukunftsfähiger Umwelt- und Gesellschaftspolitik.

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10.00 Uhr

Fairdient – Der Architekt als Bauträger

Energieeffiziente Projekte aus der eigenen Entwicklungsabteilung

„Von Einfamilienhäusern und Investoren, die die letzte Kommastelle verhandeln wollen, kann man nicht leben. Dann mach ich es eben selbst“, sagt Kay Künzel. Das Büro des Architekten ist spezialisiert auf energieeffizientes Bauen in Passivhausbauweise. Neben klassischen Auftragsarbeiten hat das Team von Beginn an immer auch eigene Projekte entwickelt. Und das in den unterschiedlichsten Konstellationen: Als Organisator einer Baugemeinschaft vor Projektbeginn, als sich selbst beauftragender Bauträger und neuerdings sogar als Eigentümer eines Studentenheims! Der sprühende Referent lehrt an der Universität Krems sowie am Passivhaus- Kompetenzzentrum Großschönau.

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10.45 Uhr
Fragen an Kay Künzel
11.00 Uhr
Pause
11.30 Uhr

Nachhaltige Wohnbauprojekte entwickeln und managen

Vor rund einem Jahr berichteten uns begeisterte Exkursionsteilnehmer von einer beeindruckenden Wohnsiedlung in Frankfurt. Der Scheffelhof verbindet intelligenten Städtebau mit Energie- und Kosteneffizienz für Familien. Rook Architekten entwickeln selbst nachhaltige Wohnbauprojekte unter Verwendung gesunder Baustoffe. Sie sind fokussiert auf die Reaktivierung von Restflächen und Brachen und suchen Grundstücke vorrangig in gewachsenen Strukturen. Stefanie und Hans Dieter Rook unterstützen Baugemeinschaften in rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen und begleiten die Realisierung mit Hilfe eines Netzwerkes von Fachleuten.

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Begeisterte „Bauherrn“ eines kooperativ errichteten Siedlungsprojektes.
12.15 Uhr
Fragen an Stefanie Rook
12.30 Uhr
Mittagspause
Donnerstag, 19. Mai
Nachmittag
ab 14.00 Uhr

Tri – Grüße aus der Küche

Kurzpräsentationen außergewöhnlicher Eigeninitiativen

Ein Architekturbüro in Japan erfand einst eine blendende Präsentationsform, wenn‘s um Impuls und Inspiration geht: Pecha-Kucha, zu deutsch „Stimmengewirr“: Jeder Sprecher hat 20 Folien à 20 Sekunden. Kein Input länger als 6.40 Minuten! Ein kurzweiliger Überblick herausragender unternehmerischer Strategien und Projekte von Planern und Architekten.

Nachhaltiges Bauen im Bestand: das Wohnraum für alle!

Wohnraum für Flüchtlinge und alle anderen – gut, bezahlbar und schnell . Die Region München braucht kurzfristig eine große Zahl preisgünstiger Wohnungen, um den Wohnungsmarkt in Zeiten der Flüchtlingskrise zu entlasten. Die Initiative lädt dazu ein, die fachliche Kompetenz all derer, die zur Lösung dieser großen städtebaulichen, baulichen und sozialen Aufgabe beitragen können, zu bündeln. Ein Projekt des Deutschen Werkbund Bayern e. V., vorgestellt von Arch. Hinrich Böttcher, Fa. Mundwerk – Kommunikation für die Immobilienwirtschaft.

Immobilienentwicklung und Architektur – „Der Goldene Engel“

Sanierung eines Wohn- und Geschäftshauses, Graz-Lendplatz. Das 1991 gegründete Grazer Architekturbüro „Pentaplan“ setzt sich seit Jahren intensiv mit den Themen Wohnen und Stadt auseinander. Mit dem Verständnis, in der Architektur das tägliche Leben abzubilden, hat das Team über die Planung hinaus immer wieder auch Gebäude selbst errichtet, berichtet Arch. Klaus Jeschek.

Rockige Einweihungsfeier eines gelungenen Projekts.

Wohnwagon – selbstbestimmt und natürlich leben

Theresa Steininger ist Geschäftsführerin und Mitgründerin von „Wohnwagon“. Sie studierte Kommunikationswirtschaft und Unternehmensführung an der FH Wien und gründete bereits mit 21 ihr erstes Unternehmen, feinripp – eine Agentur für Kommunikation und Design.

Drei Mini-Wohnungen – Oder: Reconstructing a Single Family Home

Gerhard Kopeinig, Studium der Architektur in Graz und Bath|England. Gründung von „Arch+More“ mit Standorten in Velden, Linz und Wien. Zahlreiche Preise für nachhaltiges Bauen und Architektur, darunter Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2006.

Plusenergie-Ensemble HOF 8

Martina Klärle, Professorin für Landmanagement, Dekanin des Fachbereichs Architektur, Bauingenieurwesen, Geomatik und Direktorin des gleichnamigen Forschungsinstituts an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Plusenergie-Ensemble HOF 8: Unternehmerische Eigeninitiative eines außergewöhnlichen Sanierungsprojektes, Deutscher Nachhaltigkeitspreis 2014.

COFABRIC – dann bauen wir halt selber

COFABRIC wurde von Fritz Oettl 2014 gegründet und organisiert die „Bewohnergruppe als selbstbestimmender Bauträger“. Architekturstudium an der TU Wien, Master of Science Real Estate an der Donau Universität Krems mit Masterthese über Coworking Spaces. Seit 2012 entwickelt, steuert und organisiert er Co-Living-Projekte.

Gartensiedlung „Am Meisenbühel“ – Selbstbestimmtes Wohnen durch kooperative Planung

„If you can dream it, you can build it“, sagt Volker Dienst. Er studierte Architektur an der TU Wien sowie Design und Architektur an der University of Michigan|USA. 2001 gründet er die Firma Inprogress Architektur Consulting mit den Tätigkeitsbereichen Bauherrnberatung, Projektentwicklung und Kommunikation.

Hands on – BASEhabitat, architecture for development

BASEhabitat ist eine Organisation an der Architekturabteilung der Kunstuniversität Linz, die seit ihrer Gründung 2004 durch Prof. Roland Gnaiger gemeinsam mit den Studierenden weltweit zahlreiche Projekte im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt hat. Wolfgang Fiel arbeitet als Architekt, Künstler und Kurator und unterrichtet derzeit an der „Angewandten“ in Wien und an der Kunstuni Linz.

Tri-Werkstatt

für die Entwicklung eigener unternehmerischer Projekte, neuer Kooperations- Ideen und Bürostrategien, für Austausch und Vernetzung.

Die Tri ist eine einmalige Plattform, die im Hier und Jetzt des Kongresses Talente, Kompetenzen und Erfahrungen von rund 300 professionellen Planern, Architekten, Bau- und Energieexperten in ein fruchtbares Zusammenspiel bringt. Ein phantastisches kollektives Potential, das wir für alle zugänglich machen.

Mit welchem der vorgestellten Projekte würden Sie sich gerne vernetzen? An welcher Eigeninitiative arbeiten Sie gerade und könnten Verstärkung, Beratung, Tipps und Infos brauchen? Wozu würden Sie sich gerne rund um das Thema austauschen? Beschäftigt Sie gerade ein Thema, ein Anliegen, das Sie gerne mit anderen weiterentwickeln würden? Mitbringen!

Die Tri-Werkstatt ist ein sorgfältig moderiertes Dialog-Format, das aus Teilnehmenden Teilgebende macht – und umgekehrt. Und das entspannt, lustvoll und effizient.

15.30 Uhr
Pause
16.00 Uhr
Wechsel in die Werkstatt-Bühne
18.00 Uhr
Erntedank, kurze Interviews mit den Gastgebern
19.00 Uhr (ca.)
Ende

Abend zur freien Verfügung. Ein gemütlicher Spaziergang am See, ein meditatives Gläschen in der KUB-Bar von Peter Zumthor (Kunsthaus Bregenz), mit Freunden in einer der zahlreichen Kneipen in der Bregenzer Innenstadt abhängen, ...

Freitag, 20. Mai
Vormittag
9.00 Uhr

Tri: Zum Stand der besten Technik

Nachhaltiges Bauen & Wohnen– Gute Praxis und Ausblick

Die ursprüngliche Mission der Tri-Symposien bestand immer darin, einen Überblick über die aktuell besten technischen Lösungen für nachhaltige Architektur zu bieten. Diesem Anliegen und Nutzen wollen wir trotz unseres strategischen Schwerpunktes der „unternehmerischen Eigeninitiative“ treu bleiben. Wir bieten einen kompakten technischen Exkurs mit vier Experten. Sie geben Orientierung zu den aktuellen Entwicklungen und den sich daraus ableitenden Trends im Bereich nachhaltigen Bauens und Wohnens.

Gute Luft – Die Bedeutung von Komfortlüftungen aus der Sicht des Bauökologen

Karl Torghele Präsident des Österreichischen Instituts für Baubiologie und -ökologie, Gerichtssachverständiger in den Fachbereichen Bauphysik und Bauakustik, Lektor an der FH Kärnten sowie an der Kunstuniversität Linz – Lehrgang „Überholz“.

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Gesund Wohnen

Peter Tappler ist Innenraumklimatologe, Sachverständiger für Schadstoffe und Schimmelpilze in Innenräumen, Leiter des „Arbeitskreises Innenraum“ im österreichischen Umwelt-Ministerium. GF des technischen Büros IBO Innenraumanalytik und Mitglied der Innenraumhygienekommission des Deutschen Umweltbundesamtes.

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Bauenergie – Auswahl angemessener technischer Systeme in der Haustechnik

Jörg Probst ist Geschäftsführer der Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft in Essen, Professor an der Hochschule Bochum im Fachbereich Architektur sowie Geschäftsführer der „Nawa Sustainable Development Windhoek“ in Namibia.

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2000-Watt-taugliche Energieversorgung in Städten – Herausforderungen für die Planung

Bruno Bébié ist Ökonom mit Nachdiplomstudien in Umweltlehre und Energietechnik und seit 2000 Energiebeauftragter der Stadt Zürich. Neben seiner Funktion bei der Stadt Zürich leitet er unter anderem die Arbeitsgruppe der Energiebeauftragten der größten Schweizer Städte und ist Vorstandsmitglied des Trägervereins Energiestadt.

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10.30 Uhr
Austausch und Fragen an die vier Referenten
11.00 Uhr
Pause
11.30 Uhr

Selbsttäter

Generalunternehmungen für energieeffiziente Projekte

Pierre Honegger ist Präsident der Energie Fachleute Thurgau (EFT) und der IG Passivhaus Schweiz. Mit vier Angestellten und fünf externen Bauleitern hat sich sein Architekturbüro auf Generalunternehmungen für energieeffizientes Bauen spezialisiert.

Stefan Mischler, Bereichsleiter Heizung und Lüftung der Firma Fuchs-Aadorf. Er ist Präsident der IG Passivhaus Ostschweiz und verfügt über praktische Erfahrung und Referenzen von 140 zertifizierten hochenergieeffizienten Minergie-P-Bauten.

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12.30 Uhr
Mittagspause
Freitag, 20. Mai
Nachmittag
14.00–18.00 Uhr

Tri-Exkursion

Ausfahrt zu gebauten Eigeninitiativen

Der Klassiker – Wohnkooperative „Nachgärtle“

Mittlerweile eines der legendären Projekte aus den Pioniertagen der „Vorarlberger Baukünstler“-Bewegung. 1980 gemeinsam mit und für sechs Familien entwickelt und errichtet. Eine der wohl schönsten Baugruppen- Architekturen des Landes. Vorgestellt vom Architekten selbst: Wolfgang Juen.

Forschungsprojekt Kennelbacherstraße

Diese kleine Reihenhausanlage wurde als Forschungsprojekt entwickelt, um den Einsatz kostengünstiger Frischluftheizungen außerhalb von Passivhaus-Standards (15 bis 25 kWh/ m²a) zu prüfen. Architekt Gerhard Zweier stellt das Objekt vor, Christof Drexel berichtet über aufschlussreiche Testergebnisse.

Loft in der Scheune

Beispiel einer Umnutzung eines ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzgebäudes durch Architekt Georg Bechter.

Der Raumplaner Markus Berchtold hat sich mit den strategischen Fragen und Möglichkeiten der Revitalisierung leerstehender Bauernhäuser und Ställe beschäftigt.

20.00 Uhr

Tri-Night

Alle sind eingeladen!

Die Party auf der großen Theaterbühne des Festspielhauses. Zeit für Austausch, ein feines Glas Wein oder zwei und Genüsse aus See, Wiese und Wald. Eröffnet von Vorarlbergs Umweltlandesrat Erich Schwärzler. Live-Swing mit Jeff Wohlgenannt und Band.

Samstag, 21. Mai
Vormittag
9.00 Uhr

Gemeinsam Bauen und Wohnen

Über Selbstorganisation, partizipative Planung und die neue Rolle der ArchitektInnen

Katharina Bayer, Gesellschafterin von „einszueins architektur“ in Wien. Studium der Architektur an der TU Wien und TU Delft. 2008–2012 externe Lehrbeauftragte an der TU Wien, seit 2008 Vorstandsmitglied der IG Architektur. Trägerin des Österreichischen Staatspreises für Nachhaltigkeit für das „Wohnprojekt Wien“, 40 Wohneinheiten in hohem ökologischen und energieeffizienten Standard.

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9.45 Uhr
Fragen an Katharina Bayer
10.15 Uhr

Projektentwicklung in Eigenregie

Chancen und Mehrwert

Projekt Messequartier – Funktionsdurchmischung mit einem breiten Angebot an unterschiedlichen Wohnungstypologien sowie Gewerbe- und Büroflächen mit hoher Energieeffizienz.

Smart City Project – ein Stadtentwicklungskonzept, mit dem ein neues Stadtteilzentrum unter Berücksichtigung eines nachhaltigen Ressourcenmanagements umgesetzt werden soll.

Markus Pernthaler ist Architekt in Graz und studierte ebendort.

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10.45 Uhr
Fragen an Markus Pernthaler
11.00 Uhr
Pause
11.30 Uhr

Mütze, Bier und Suppe

Gemeinsam weiter denken – Ein außergewöhnliches Planungsmodell mit Bürgerinnen und Bürgern

Fahren Sie nicht heim, bevor Sie Roland Gruber gehört haben!

Mit der „nonconform ideenwerkstatt®“ hat das Wien-Kärntner Architekturbüro „nonconform“ ein erfolgreiches Planungsmodell entwickelt, bei dem die BewohnerInnen ganzer Gemeinden und Stadtteile oder die NutzerInnen von Schulen direkt miteinbezogen werden. Der Clou dabei: Die Architekten verlassen ihr Büro und bauen direkt bei ihren Auftraggebern ihre Entwurfsstation auf. Mütze, Bier und Suppentopf helfen dabei, die Hemmschwelle zu überwinden und der Kreativität auf die Sprünge zu helfen.

Der Architekt Roland Gruber ist ein charismatischer Vermittler und erfahrener Begleiter beteiligungsorientierter Zukunftsentwicklungsprozesse. Ein kraftvoller Umsetzer und Verwirklicher, der das offene Wort nicht scheut. Er ist Mitbegründer und Partner von „nonconform“, Mitbegründer und Vorsitzender von „LandLuft – Verein zur Förderung von Baukultur in ländlichen Räumen“, Mitbegründer von „Zukunftsorte – Plattform der innovativen Gemeinden“ und unter anderem „Österreicher des Jahres“ in der Kategorie Creative Industries.

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Ein Ergebnis der „nonconformideenwerkstatt“: Roter Platz für die Gemeinde Zeillern.
12.30 Uhr
Ende der Tri 2016